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Galgomarsch Leipzig

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Die Rede von Rafael Agudo, von der Fundacion Mastines en la Calle :

Korrupte Politiker, seelenlose Tierquäler, Feiglinge mit Flinte

LIEBE FREUNDE UND FREUNDINNEN, LIEBES LEIPZIG!

Ich komme aus dem Süden Spaniens. Mein Name ist Rafael und ich bin Mitglied der Stiftung und des Vereins „Mastines en la Calle“.

Ich stehe heute mit gebrochenem Herzen vor euch, aber auch voller Wut. Weil ich mich zutiefst für das schäme, was in meinem Heimatland geschieht. Ich komme aus einem wunderschönen Land – einem Land, das jedoch vom Schmerz, von der Straflosigkeit und von einer systematischen Grausamkeit gegenüber Tieren vergiftet ist.

Danke an jeden Einzelnen von euch, der heute auf diesem Platz steht und seine Stimme für diejenigen erhebt, die mundtot gemacht wurden.

Ich bin heute nicht hier, um über Tradition oder Kultur zu sprechen. Ich bin hier, um über Feigheit zu sprechen. Ich bin hier, um das wahre Gesicht einer Gruppe von Menschen offenzulegen – Menschen, die sich für stark halten, aber nur eines beweisen: absolute moralische Armseligkeit. Ich bin hier, um euch mit einer grausamen Realität zu konfrontieren. Ich spreche von den Jägern, Galgueros und Rehaleros in Spanien.

In meinem Land ziehen sich Tausende Männer ihre Jagdkleidung an und halten sich für Helden oder Herren der Natur. Aber sagen wir es laut und deutlich, damit es ganz Leipzig hört: Es ist weder mutig noch männlich noch ehrenhaft zu jagen. Was für eine „Männlichkeit“ soll das sein, die sich bis an die Zähne bewaffnen muss, um ein wehrloses Tier zu töten? Was für Männer sind das, deren einziger Stolz darin besteht, verängstigte Geschöpfe bis zur völligen Erschöpfung zu hetzen und dann zu ermorden?

Das sind keine Helden, das sind frustrierte Feiglinge. Erbärmliche Männer mit einem zerbrechlichen Ego, die ein unschuldiges Wesen unterwerfen müssen, um sich für einen einzigen Tag mächtig zu fühlen.

Für die Galgueros, Rehaleros und Jäger in Spanien sind Hunde keine Gefährten. Sie sind Einwegwerkzeuge: Lebewesen, die sie in dunklen Verschlägen zwischen ihren eigenen Exkrementen einsperren und hungern lassen, damit sie aus reiner Verzweiflung jagen.

Wenn der Hund alt wird, sich verletzt oder nicht mehr schnell genug läuft, fällt die Maske dieser „Ehrenmänner“. Dann zeigen sie ihr wahres Gesicht – das Gesicht von elenden Tierquälern, die ihre Hunde an Bäumen aufhängen, sie in dunkle Brunnen werfen oder sie mit gebrochenen Läufen am Straßenrand aussetzen.

Man muss wohl von Komplexen zerfressen und herzlos sein, um sich an einem Lebewesen zu vergreifen, das einem nur Treue geschenkt hat. Das ist ihre angebliche „Männlichkeit“: die elende Grausamkeit des Feiglings, der nur diejenigen angreift, von denen er weiß, dass sie sich nicht wehren können.

Und das Schlimmste an diesem traurigen Schauspiel ist, dass die spanische korrupte Politik vor ihnen einknickt – feige Regierungen, die vor der Jagdlobby zittern und Stimmen mit Blut erkaufen.

Erst vor Kurzem hat die spanische Politik ein Tierschutzgesetz verabschiedet, das Jagdhunde vorsätzlich ausschließt. Sie haben ein Gesetz nach dem Geschmack der Tierquäler geschaffen. Sie haben entschieden, dass die Minderwertigkeitskomplexe einiger weniger Jäger mehr wert sind als das Leben und die Würde von Hunderttausenden von Tieren.

Deshalb senden wir heute von diesem Platz in Leipzig eine direkte Botschaft nach Brüssel und an das Europäische Parlament: Wie lange wollt ihr noch Komplizen dieses blutigen Zirkus sein? Wozu dienen europäische Tierschutzrichtlinien, wenn Spanien weiterhin die Wiege der Tierquälerei und der Straflosigkeit sein darf?

Wir fordern von der Europäischen Union ein sofortiges Einschreiten. Wir fordern, dass die EU-Gelder gestrichen werden, die die Jagdlobby finanzieren, und dass die spanische Regierung für diese systematische Grausamkeit endlich konsequent sanktioniert wird.

An euch alle hier in Deutschland: Danke! Danke, dass ihr eure Herzen und euer Zuhause für die Hunde öffnet, die dieser Hölle entkommen konnten. Ihr zeigt ihnen, dass eine menschliche Hand nicht nur schlagen, sondern auch streicheln kann. Aber es reicht nicht aus, nur die Überlebenden zu retten. Wir müssen die Fabrik des Leidens für immer schließen.

Und das Schlimmste an diesem traurigen Schauspiel ist, dass die spanische Politik vor ihnen einknickt: Feige Regierungen, die vor der Jagdlobby zittern und Stimmen mit Blut erkaufen.

Den spanischen Jägern und Rehaleros sagen wir heute aus Leipzig: Wir haben keine Angst vor euch. Ihr flößt uns kein Mitleid ein, sondern nur Verachtung. Ihr seid die Schande eines ganzen Landes und das Gespött Europas.

Kein einziger Hund mehr in den Händen von Feiglingen, kein einziger Hund mehr in den Händen von Jägern!

Nein zur Jagd, Nein zur Jagd mit Hunden – „No a la Caza“! Danke, liebes Leipzig!

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Von Mario